03.08.2026
Nur gute Noten gab es für Agnes vom Baur bei ihrer Verabschiedung in den Ruhestand. Die dienstälteste Lehrerin und Urgestein der Kehler Albert-Schweitzer-Schule durfte sich über ein herzliches Abschiedsfest freuen, bei dem vor allem eines deutlich wurde: Bei den Kindern hat sie bleibende Spuren hinterlassen.
In der Aula hatten sich das Lehrerkollegium sowie alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 9 versammelt, um gemeinsam Abschied zu nehmen. Die Grundstufe hatte Lieder und Tänze einstudiert, die Mittelstufe nahm den Schulalltag aufs Korn und präsentierte eine „Mathestunde“ der etwas anderen, vor allem aber sehr humorvollen Art.
Schulleiter Oliver Martin blickte auf die vergangenen Jahre zurück. In den 27 Jahren, in denen Agnes vom Baur an der Albert-Schweitzer-Schule unterrichtete, habe sie sämtliche Veränderungen und Entwicklungen der Schule miterlebt und mitgetragen, betonte Martin. Dabei sei sie selbst zu einem festen Bestandteil der Schule geworden – zu ihrem „Gedächtnis und ihrem Herz“. „Du warst immer eine verlässliche Teamplayerin“, würdigte der Schulleiter seine Kollegin. Wie sehr sie von den Kindern geschätzt wurde, zeigte sich eindrucksvoll, als Oliver Martin einige persönliche Erinnerungen und Wünsche der Schülerinnen und Schüler vorlas. „Du bist die beste Lehrerin“, hieß es darin. Oder: „Du bist cool und hast immer tolle Sachen gemacht.“ Die Kinder erinnerten sich an gemeinsame Ausflüge ins Theater, in den Karlsruher Zoo, mit dem Bus in die Natur oder auf einen Spielplatz. Agnes vom Baur habe ihnen nicht nur Lesen und Schreiben beigebracht. „Vor allem hast du dich persönlich um uns gekümmert“, lautete eine der besonders berührenden Aussagen. Spätestens bei diesen Worten war die sichtlich bewegte Lehrerin tief gerührt. Denn sie zeigten, dass von ihrer langjährigen Arbeit weit mehr geblieben ist als Unterrichtsstunden und Schuljahre. Mit Liedern, Tänzen, herzlichen Worten und vielen guten Wünschen verabschiedete die Schulgemeinschaft Agnes vom Baur schließlich in ihren Ruhestand. Ein Abschied, der deutlich machte, wie sehr sie an der Albert-Schweitzer- Schule und vor allem bei den Kindern fehlen wird.